Bis 2025 wird jeder zweite Rentner in Bulgarien unterhalb der Armutsgrenze leben.
Ab dem nächsten Jahr wird mehr als die Hälfte der älteren Bevölkerung Bulgariens Renten unterhalb der neuen Armutsgrenze beziehen. Laut Regierungsplänen soll die Armutsgrenze zum 1. Januar 2025 von derzeit 526 BGN auf 638 BGN angehoben werden.
Laut Angaben des Nationalen Instituts für Sozialwissenschaften beziehen derzeit 333.270 Rentner eine Rente unterhalb des Mindestbetrags (580,57 Lew), während 394.587 die Mindestrente erhalten. Weitere 395.416 Rentner haben ein Einkommen zwischen 580 und 700 Lew. Die Anhebung der Armutsgrenze wird sich auf das Einkommen einer erheblichen Anzahl von Bürgern auswirken. Dadurch wird der Kreis der bedürftigen Gruppen, die Anspruch auf staatliche Sozialhilfe haben, erweitert, erklärte Arbeits- und Sozialminister Ivaylo Ivanov auf einer Sitzung des Nationalen Dreigliedrigen Kooperationsrates. Die neue Armutsgrenze dient als Grundlage für die Berechnung der Sozialhilfe für Menschen mit Behinderungen und der Sozialleistungen gemäß dem Sozialhilfegesetz. Sie beeinflusst auch die finanzielle Unterstützung nach dem Kinderschutzgesetz und den Zugang zur Altersrente. Die Anhebung dieser Grenze stärkt den sozialen Schutz für Bedürftige und ermöglicht es mehr Familien, Unterstützung zu erhalten. Minister Ivanov merkte an, dass diese Änderung die relative Armutsquote im Land um 2,3 Prozentpunkte auf 20,61 TP3T senken wird. Ein Beispiel für die Erhöhung der Zahlungen ist die Unterstützung für Menschen mit Behinderungen über 901 TP3T, die verschiedene Arten von Behindertenrenten beziehen. Ihre finanzielle Unterstützung wird um 64 BGN auf 363,66 BGN erhöht. Darüber hinaus wird die maximale Einmalleistung für lebensnotwendige Bedürfnisse von 1.578 BGN auf 1.914 BGN angehoben.


